KTS
Buchrücken "Gegenwende"
Hans-Jürgen Rusch
Zeichnung eines KTS im Schnittbild

Das Bild zeigt ein KTS in der Schnittdarstellung. Die Kleinen Torpedoschnellboote der Libelle-Klasse (Projekt 131) waren zwischen 1974 und 1990 im Einsatz. Insgesamt gab es 30 Boote, die mit einer Maximalgeschwindigkeit von 90 km/h zu den schnellsten Überwasserkräften im Ostseeraum zählten.

Zum Bild: drei Hauptmaschinen (und drei Propeller) sorgten für den Antrieb (3); Deckshaus (4) mit Sichtfenster für den Navigator und Funker; dahinter, etwas erhöht, befindet sich die Kommandantenkanzel; über die Einstiegsluke an Steuerbord (6) nahm der Navigator seinen Platz ein; während des Einsatzes in Berlin saß hier auf dem Führungsboot der Kommandeur des Verbandes und neben ihm, auf der Backbordseite, der Gefangene; die Bewaffnung besteht aus zwei Torpedorohren (je einem Backbord (18) und Steuerbord), Ausstoßrohren für Seeminen (16) und einem 23-mm-Geschütz (13). Die Torpedos wurden mit Druckluft ausgestoßen, folgten dem Kurs des Bootes und liefen unter seinem Kiel hindurch zum Ziel. In einer Modifikation konnten die Ausstoßrohre für die Seeminen demontiert werden und das Boot zum Absetzen von Kampfschwimmern umgerüstet werden.